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Biofeedback – die Rückmeldung des eigenen Körpers

Im menschlichen Körper geschieht vieles, dessen wir uns nicht bewusst sind. Das Gehirn steuert die Atmung, den Herzschlag oder die Hormonausschüttung ohne dass wir dies bewusst befehlen. Auch innerliche, körpereigene Regulationsvorgänge sind dem Bewusstsein häufig nicht direkt zugänglich – mit der Folge, dass auch nicht bewusst auf Störungen des körperlichen Gleichgewichts eingewirkt werden kann. Genau hier setzt das Prinzip des Biofeedbacks bzw. des Neurofeedbacks an.

Stress- und Belastungsanalyse: 

Wie weit sind Sie vom Burnout entfernt?
Ein einfacher Test unbewusster Symptome kann vorbeugen...

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Biofeedback-Kurve:
Analyse von:

  • Atemkurve
  • Hautleitwertsniveau
  • Hauttemperetaur
  • Blutvolumenpuls
  • Pulzfrequen
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Innerhalb einer Stress- und Belastungsanalyse wurden die unbewussten Körpervorgänge gemessen, dazu zählen:

  • Atemfrequenz
  • Hautleitwertsniveau
  • Hauttemperatur
  • Pulzfrequenz
  • Blutvolumenpuls

Hier sehen Sie  gut aufeinander abgestimmte Werte

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Hier sehen Sie Werte, die im Unbewussten Belastungen darstellen und somit zu krankhaften Veränderungen führen können. (psychosomatische Störungen usw.)

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Biofeedback ist eine wissenschaftlich fundierte Trainingsmethode, die es ermöglicht, die bewusste Steuerung von Körperfunktionen zu erlernen. Dies geschieht in erster Linie durch das Sichtbarmachen von unbewussten biologischen Vorgängen mit Hilfe von Sensoren, die auf der Haut angebracht werden. So können nicht nur Puls, Körpertemperatur und Atmung genau gemessen werden, sondern auch die Durchblutung, Muskelspannung, der Hautleitwert oder die elektrische Gehirnaktivität. Das schonende und nebenwirkungsfreie Verfahren kann in vielen verschiedenen Bereichen (z.B. der Hypnosetherapie) zur Anwendung kommen. Außerdem lässt sich Biofeedback bei der Erreichung des Therapieziels problemlos mit verschiedenen Entspannungsverfahren (z.B. Yoga, autogenes Training, progressive Muskelentspannung, etc.) kombinieren.

Anwendungsbereiche von Biofeedback:

  • Schmerztherapie: Migräne, Spannungskopfschmerzen,
    Rückenschmerzen, Beschwerden der Halswirbelsäule
  • Neuromuskuläre Störungen: Inkontinenz, Bewegungsstörungen (z.B. nächtliches Zähneknirschen), inkomplette Lähmungen 
  • Psychosomatik: Bluthochdruck, Asthma, Tinnitus, Hyperventilationssyndrom, Raynaud-Syndrom 
  • Psychische Störungen: Angststörungen (Phobien, Panikattacken)
  • Stressabbau, Stressprävention
  • Ergotherapie

Auf dem nachfolgenden Bild sehen Sie das Ergebnis nach dem Training der Herzratenvariabilität.
Als Herzratenvariabilität wird im Organismus die Fähigkeit benannt, den zeitlichen Abstand zwischen den einzelnen Herzschlägen laufend an die jeweiligen Erfordernisse anzupassen.
So erhöht sich die Herzfrequenz bei körperlicher oder psychischer Belastung und bei Entlastung reduziert sich die Herzfrequenz wieder.
Der Herzratenvariabilität ist ein guter Indikator für den gesundheitlichen Status, dieGesamtbelastbarkeit, die Stresstoleranz und das biologische Alter. Eine eingeschränkte Herzratenvaribilität weist oft auf Burn-out, Depressivität, gesundheitliche Labilität und ein höhere biologisches Alter (im Vergleich zum tatsächlichen Alter) hin.

Einsatzgebiete des Herzratenvariabilitäts-Training:

  • Abbau psychischer und physiologischer Spannungen
  • Psychosomatische Erkrankungen
  • Schlaflosigkeit
  • Bluthochdruck
  • Bewältigung von Stress und Angst
  • Reizdarm
  • Erhöhung der Werte von DEHEA (Jugendhormon)
  • Psychovegetative Erschöpfung
  • Unterstützung der Therapie bei Herzerkrankungen
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Biofeedback-Analyse

Auswertung einer Trainings-Sitzung zur Verbesserung der Herzratenvariabilität -
zeigt z.B. an:

  • EKG-Rohsignal mit Auswertung (Lebenskraft)
    RR-Rohdaten
    Pointcarè-Plot
  • Beurteilung von HRV (Herzratenvariabilität)
    Histogramm nebst
  • Standardabweichungen
  • Mittelwert
  • Regressionslinie
  • Gauss-Glocke
  • Einzelchart
  • Statistik
  • Frenquenzanalyse der RR-Daten
    Belastungstest
   

 

Neurofeedback

Das Neurofeedback ist eine Spezialrichtung des Biofeedbacks. Dabei analysiert ein Computer in Echtzeit die Gehirnstromkurven (EEG-Wellen) des Patienten und stellt diese auf einem Bildschirm dar. Aus der Frequenzverteilung lässt sich nun auf den Aufmerksamkeits- und Bewusstseinszustand des Patienten schließen, z.B. aufmerksam, entspannt, gestresst, wach. Dem Probanden wird durch die Rückmeldung des eigenen Hirnstrommusters ermöglicht, in einem ständigen Lernprozess eine bessere Selbstregulation zu erreichen.

Anwendungsbereiche von Neurofeedback:

  • medizinische Anwendungen: Migräne, Schlafstörung, Angststörung, Depression, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, Epilepsie, Autismus, Schlaganfall, Tic-Störungen, Tourette-Syndrom
  • Erziehung/Sozialisation/Schule: Training 'jugendlicher Delinquenten' (Ausgleich von Instabilität)
  • Mentale Spitzenleistungen: Peak-Performance-Training (Mentaltraining im Spitzensport, zum Beispiel Golf), Erhaltung der geistigen Flexibilität im Alter, Verbesserung der künstlerischen Performance von Musikern

Wie könnte die Umsetzung in der Praxis aussehen? – Ein Beispielfall

Der Klient sitzt vor einem Computerbildschirm. Eine Messsonde, die an seinem Finger angebracht ist, misst den Hautleitwert und somit auch indirekt die Stärke der Anspannung des autonomen Nervensystems. Das Signal wird an den Computer übertragen und der Messwert auf dem Bildschirm angezeigt – so erhält der Patient eine kontinuierliche Rückmeldung über seine aktuell ablaufenden physiologischen Regulationsmechanismen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Atemkurve und den Grad der Muskelanspannung zu erfassen oder ein Pulsamplituden-Messgerät an der Schläfenarterie anzubringen (wichtig bei der Behandlung von Migränepatienten).

Die erhobenen Werte werden graphisch aufbereitet (z.B. als Kurvendiagramm) und auf dem Bildschirm angezeigt. Psychophysiologische Zusammenhänge können so aufgezeigt und verdeutlicht werden, beispielsweise indem Veränderungen der Atmung, des Hautleitwerts und des Herzkreislauf-Systems bei der Erinnerung an schöne oder schwierige Situationen gemessen und analysiert werden. Die individuelle Rückmeldung des Körpers führt beim Behandelten dazu, dass er sich selbst besser kennen lernt und Entspannung von Anspannung zu unterscheiden lernt – denn die Messwerte zeigen uns oftmals, dass die Muskeln angespannt sind, die Handflächen schwitzen, das Herz schneller schlägt und der Atem flach geht, obwohl das dem Klienten nicht bewusst ist. In dieser Hinsicht dient Biofeedback der Bewusstseinsschärfung für die eigenen inneren Zustände, man spricht auch von einer Erhöhung der Introspektionsfähigkeit.  Der zweite Schritt ist nun, die Parameter bewusst in Richtung auf ein Ziel zu verändern, z.B. den Hautleitwert und die Muskelanspannung zu senken oder die Atmung ruhig und gleichmäßig werden zu lassen.

Besonders effizient kommt Biofeedback in der Hypnosetherapie zum Einsatz. In der Hypnosetherapie wird durch die Arbeit mit dem Unterbewusstsein das persönliche Therapieziel festgelegt und anschließend daraufhin gearbeitet. Doch woher soll der Klient wissen, ob er in der Hypnosetherapie Fortschritte macht, wenn sich alles nur in seinem Kopf abspielt? Ganz einfach – durch Biofeedback. Biofeedback wird hier dazu genutzt, um den hypnotischen Zustand anhand von verschiedenen Messwerten für den Klienten sichtbar zu machen. Die deutlich sichtbaren Veränderungen der Kurven auf dem Bildschirm zeigen dem Klienten nicht nur, dass er sich nachweislich in einer hypnotischen Trance befunden hat, sondern auch welche Fortschritte der Klient währenddessen gemacht hat. Durch dieses Verfahren erhält der Klient die sofortige Rückmeldung über seinen Erfolg in der Hypnosetherapie und das erhöht seine Motivation, weiterzumachen und die Technik zu perfektionieren. Das abschließende Ziel der Sitzungen ist es, den Klienten so weit zu stärken, dass er in Zukunft die Einflussnahme auf das vegetative Nervensystem auch ohne Hilfsgerät zuverlässig im Alltag anwenden kann – so können schwierige Situationen ohne die Entwicklung von Beschwerden gemeistert werden. Also eignet sich das Biofeedbackverfahren ideal als Präventivtraining!

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    Hallo,

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