23 | 02 | 2012
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Biofeedback – die Rückmeldung des eigenen Körpers

Im menschlichen Körper geschieht vieles, dessen wir uns nicht bewusst sind. Das Gehirn steuert die Atmung, den Herzschlag oder die Hormonausschüttung ohne dass wir dies bewusst befehlen. Auch innerliche, körpereigene Regulationsvorgänge sind dem Bewusstsein häufig nicht direkt zugänglich – mit der Folge, dass auch nicht bewusst auf Störungen des körperlichen Gleichgewichts eingewirkt werden kann. Genau hier setzt das Prinzip des Biofeedbacks bzw. des Neurofeedbacks an.

biofeedstresstest300

Biofeedback-Kurve:
Analyse von:

Atemkurve
Hautleitwertsniveau
Hauttemperetaur
Blutvolumenpuls
Pulzfrequen

Zur Großansicht das Bild anklicken   

Biofeedback ist eine wissenschaftlich fundierte Trainingsmethode, die es ermöglicht, die bewusste Steuerung von Körperfunktionen zu erlernen. Dies geschieht in erster Linie durch das Sichtbarmachen von unbewussten biologischen Vorgängen mit Hilfe von Sensoren, die auf der Haut angebracht werden. So können nicht nur Puls, Körpertemperatur und Atmung genau gemessen werden, sondern auch die Durchblutung, Muskelspannung, der Hautleitwert oder die elektrische Gehirnaktivität. Das schonende und nebenwirkungsfreie Verfahren kann in vielen verschiedenen Bereichen (z.B. der Hypnosetherapie) zur Anwendung kommen. Außerdem lässt sich Biofeedback bei der Erreichung des Therapieziels problemlos mit verschiedenen Entspannungsverfahren (z.B. Yoga, autogenes Training, progressive Muskelentspannung, etc.) kombinieren.

 

Anwendungsbereiche von Biofeedback

  • Schmerztherapie: Migräne, Spannungskopfschmerzen,
    Rückenschmerzen, Beschwerden der Halswirbelsäule
  • Neuromuskuläre Störungen: Inkontinenz, Bewegungsstörungen (z.B. nächtliches Zähneknirschen), inkomplette Lähmungen 
  • Psychosomatik: Bluthochdruck, Asthma, Tinnitus, Hyperventilationssyndrom, Raynaud-Syndrom 
  • Psychische Störungen: Angststörungen (Phobien, Panikattacken) 
  • Stressabbau, Stressprävention
  • Ergotherapie

Auf dem nachfolgenden Bild sehen Sie das Ergebnis nach dem Training der Herzratenvariabilität.
Als Herzratenvariabilität wird im Organismus die Fähigkeit benannt, den zeitlichen Abstand zwischen den einzelnen Herzschlägen laufend an die jeweiligen Erfordernisse anzupassen.
So erhöht sich die Herzfrequenz bei körperlicher oder psychischer Belastung und bei Entlastung reduziert sich die Herzfrequenz wieder.
Der Herzratenvariabilität ist ein guter Indikator für den gesundheitlichen Status, dieGesamtbelastbarkeit, die Stresstoleranz und das biologische Alter. Eine eingeschränkte Herzratenvaribilität weist oft auf Burn-out, Depressivität, gesundheitliche Labilität und ein höhere biologisches Alter (im Vergleich zum tatsächlichen Alter) hin.

Einsatzgebiete des Herzratenvariabilitäts-Training:
- Abbau psychischer und physiologischer Spannungen
- Psychosomatische Erkrankungen
- Schlaflosigkeit
- Bluthochdruck
- Bewältigung von Stress und Angst
- Reizdarm
- Erhöhung der Werte von DEHEA (Jugendhormon)
- Psychovegetative Erschöpfung
- Unterstützung der Therapie bei Herzerkrankungen

biofeed-Stress-300

Biofeedback-Analyse

Auswertung einer Trainings-Sitzung zur Verbesserung der Herzratenvariabilität -
zeigt z.B. an:

EKG-Rohsignal mit Auswertung (Lebensfeuer)
RR-Rohdaten
Pointcarè-Plot
- Beurteilung von HRV (
Herzratenvariabilität)
Histogramm nebst
- Standardabweichungen
- Mittelwert
- Regressionslinie
- Gauss-Glocke
- Einzelchart
- Statistik

Frenquenzanalyse der RR-Daten
Belastungstest

   

Neurofeedback

Informationen zum Thema Neurofeedback (Link)